EUROPÄISCHE GEMEINSCHAFT Gefördert aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung
Schweizer Kantone im Interreg-Programm
Moore - bedrohte Kleinode in unserer Landschaft
Ausstellung im Naturschutzzentrum Eriskirch
24. Februar – 2. Juni 2013 Eine Ausstellung des Naturmuseums St. Gallen
"Oh, wie schaurig ist’s übers Moor zu gehen!", heißt es im Gedicht, heute kann man eher sagen, „Oh, wie schaurig ist’s den Mooren ergangen!", denn vor allem im 19. und 20. Jahrhundert wurde ein Großteil der Moore in Mitteleuropa entwässert und damit zerstört. Aber gerade in Oberschwaben, im Alpenvorland und den Alpen gibt es glücklicherweise noch einige sehr schöne Moore. Die vom St. Gallener Naturmuseum im Rahmen des Projekts „Interreg IV - Nachhaltiges Moormanagement" erstellte Ausstellung zeigt die faszinierende Tier- und Pflanzenwelt, die bestens an diesen extremen Lebensraum angepasst ist. Sie schildert aber auch die kulturelle Bedeutung der Moore und Naturschutzprojekte.
inatura mit Sonderausstellung "Moore - bedrohte Kleinode in unserer Landschaft".
DORNBIRN. Eine echte Moorleiche gibt es seit Kurzem in der inatura Dornbirn zu bewundern. Sie ist einem Elch zu verdanken, der vor rund 11.000 Jahren im ...
Moore entstehen dort, wo Wasser den Sauerstoff im Boden fern hält und damit den Abbau von Pflanzenmaterial verhindert. Das geschieht am Grund von Seen oder an Stellen, wo Grundwasser ausströmt. Das Ergebnis sind mit Wasser gesättigte Feuchtgebiete, in denen der Pflanzenbewuchs sich im Laufe der Zeit in immer dickeren Lagen anhäuft. Auf diese Weise speichern Moore enorme Mengen des klimawirksamen CO2. ...
Im Dorfschulhaus Gals macht bis Mittwoch, 8. August, die Sonderschau "Nachhaltiges Moormanagement" Station. Sie vermittelt auf anschauliche Weise den hohen Stellenwert, der Moorlandschaften zugeschrieben werden darf.
In Mooren entsteht Torf, der beinahe in jedem Sack Gartenerde steckt. Der Torfabbau setzt tonnenweise CO2 frei, hat negative Auswirkungen auf den Wasserhaushalt und zerstört Moorlandschaften. In diesen leben aber spezielle Tiere und Pflanzen. Migros und Coop wollen aus diesen Gründen auf Torf verzichten.
Obwohl sie eine wichtige Rolle im Klimawandel spielen, sind Moore am Verschwinden. Und zwar rasant. Nur noch ein Prozent unseres einstigen Bestandes ist aktuell noch vorhanden. Auf die Porblematiken dieser Entwicklung will die aktuelle Sonderausstellung im Naturmuseum St. Gallen aufmerksam machen.
Wer oder was lebt in einem Moor? Und weshalb sind Feuchtgebiete bedroht? Das zeigt eine Sonderausstellung im Naturmuseum. Zu sehen ist dort auch ein jahrtausendalter Elch.
Die Eigenproduktion des Naturmuseums St. Gallen widmet sich den besonders bedrohten Feuchtlebensräumen und zeigt, was sich gegen deren Verlust unternehmen lässt.